Der Auftrag…
Nachdem die Spieler sich der trügerischen Stille des Megahives Omega-3d3n genähert haben und bereit sind ihre Helden ins Feld zu schicken, gibt es Ungereimtheiten zwischen der Luftschleuse und dem Einstieg in die Erdgeschossebene von “Downtown-Alpha”. Eine unangenehm, abstoßend, düstere und mit Industrieabfällen verseuchte Gegend. Scavi-Gangs, unberechenbare und grausame Mutanten durchstreifen teilweise schwer bewaffnet in größeren Gruppen diesen Teil des Hives. Endlich, alle Gangmitglieder sind scheinbar ungesehen im ersten Stockwerk angelangt. Doch ein grausamer Anblick offenbart sich den neuen Besuchern, eine offensichtlicher Übergriff auf eine Caravane der Siedler der alten Industrieruinen, teilweise völlig ausgebrannte Fahrzeugreste umgeben mit Verwundeten und überwältigten, unwissenden Opfern zeichnen diese Kulisse. Als der noch schwelende Qualm der zerstörten Mobile schwelend wie ein umgarnender Todesalb sich um die Füße des Anführers schlich, gab dieser seinen Gangmitgliedern mit Handzeichen zu verstehen, dass sie zusammen bleiben sollten. Nur keinen Zwischenfall, jetzt schon in der ersten Ebene des Hives.
Jetzt gibt es kein zurück mehr, kein Erbarmen für wen auch immer dieser Tag sein letzter sein wird.
Angespannt und voll konzentriert, beobachtend in alle Himmelsrichtungen starrend, bewegt sich die beauftragte Gang zögerlich in Richtung Aufzuggenerator. Schreie und Geräusche von Schießereien und fernen Kämpfen aus entlegenen Straßenzügen gellen durch die kalte, dunkle und unwirkliche Atmosphäre dieser Ebene. der seine besten Zeiten schätzungsweise zu Beginn des 22.Jahrhundert gehabt haben musste. Wider willens doch stetig sich dem Ziel nähernd bewegt sich die Gruppe vorsichtig auf den Generator zu. Schwer festzustellen von wo aus die Gefahr drohte, mahlten sich die jüngsten unter den Gangmitgliedern aus, was wohl hinter der nächsten Ecke auf sie lauern würde. Knirschende Schritte begleiten den Schleichgang jedes Mitgliedes. Eine Mischung aus Munitionsresten und undefinierbaren scheinbar mechanischen Resten oder Schlimmeren bildet einen unbequemen und eigenartigen Belag unter ihren Füßen. Ein Teppich, der von vergangenen grausigen und blutigen Zusammenstößen erzählt.
Angekommen an den Steuertafeln des Generators wird dem Gangboss bewußt, wie sehr seine Leute ihn jetzt brauchen würden. Mit eisigem Blick und einer entschlossenen Mimik gab er seinen Vetrauten zu verstehen, dass sie nun in erhöhter Alarmbereitschaft bleiben sollten. Plötzlich erschrak er und sein Blick richtete sich auf das Straßenende in nördlicher Richtung. Kurze Schatten aus ungefähr 200 Meter Entfernung sprangen wild in ihre Richtung. Irgendwie wechselten sie sich ab in Farben und Formen. Eine Art Gekrächze und Gestöhne aus jener Richtung von nicht menschlicher Art, fesselte nun auch die Aufmerksamkeit der restlichen Gang. Schnell ergriff der Gangboss entschlossen die Initiative und wählte eine Taste auf der dunkelbraun bis grün verkrusteten Schalttafel des Generators für den Aufzug. Mit quietschendem Klappern stotterte der Korb in ihre rostige Ebene. Bald wären sie in vorzeitiger Sicherheit, doch was, wenn sie sich verschätzten und den Fahrstuhl zu spät erreichen würden….mit was für Dinger, …welche Bedrohung würde ihnen gegenüberstehen…was sind das für Wesen?
Hier stand er nun und ein unvereinbarer Gedanke schlich sich in sein Bewusstsein…
„Kann Verlust von Kontrolle der Bewohner des Hives so wichtig für die Interne Sicherheit vom Megahive “Omega 3D3N sein, dass sie mutwillig ihre Monster freisetzen würden“? Ein absurder Gedanke fuhr dem Gangboss durch seinen vernarbten Schädel. Was wenn sie den Auftrag ihres Lebens bekommen würden und dann zu spät beim Auftraggeber erscheinen…welche Chance endlich neue Ausrüstung zu erstehen und Rüstungen zu reparieren. Doch nur kurzweilig sollte dieser Gedanke den Gangboss beschäftigen, viel größer war nun die Sorge mit allen Mitgliedern überhaupt anzukommen. Im Angesicht dieser direkten unbekannten Bedrohung traf er die Entscheidung die Waffen durchzuladen und mit allem draufzuhalten was noch an Ladestreifen verfügbar war. Nur zu gut konnte sich noch die Gang an den Überfall in der Aschewüste auf dem Weg hierher erinnern, zu viel Energiezellen wurden verbraucht um weitere Gemetzel dieser Größenordnung zu widerstehen. Die Waffen zischten und rattertern in die Richtung der vermeindlichen Bedrohung und eine dumpfe Geräuschkulisse versuchte das Unvermeidbare zu widerstehen.
…
Inzwischen in einem Rechenzentrum:
…Verbindung wird hergestellt:…suche Objekte……….gefunden.Typ: „organisch, quadrupedan Status: mutiert“Lokalisiert in: „…Ebene 1 – Downtown Alpha“Bericht übertragen an: „Hive Security Center …alarmiert.“
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…
Sieben bis höchstens 15 Schritte um genau zu sehen, was auf sie zu gekommen war, hatte sie von einer genauen Identifizierung getrennt, nur zu gerne hätte der Gangboss erkannt was für Wesen er mit seinem schweren Bolter in der Luft zerreißen würde. Sekunden reichten aber aus, um die letzten Anweisungen an Ganger und Heavie zu erteilen! Augenblicke später…
…verteilten sich Rüstungssplitter vermischt mit Säureresten und Blutspritzer und Rußstaub über die gesamte Gang. Der Heavie hatte eine weite klaffende Wunde am Fuß, die sich einer der Ganger mit Hilfe des Biomed Koffers annahm. Gestöhne und Geschrei waren jetzt auch bei ihnen angekommen. Nur mühsam schafften sie alle Wesen zu zerstören oder zu vertreibven. Doch letztendlich waren sie weiter auf dem Weg in die nächste Ebene und vielleicht auf dem Weg in Sicherheit…
Mit schweren quietschenden und verrosteten Türen öffnete sich der Fahrstuhlkorb. Jetzt werden sie sich all medizinisch versorgen und versuchen die letzten Munitionsreserven aufzuteilen. Nur keinen weiteren Zwischenfall mehr auf ihren weg, so prägte sich dieser Satz in das Gehirn des Gangbosses, dass nunmehr zeitweise zu örtlichen Ermüdungserscheinungen neigte. Welche Auswirkungen hätte jetzt eine weitere Attacke auf die Gang? Fragen, die er sich nicht beantworten wollte und daher schnell zu verdrängen versuchte. Während sich der Fahrstuhl langsam und behäbig in Bewegung setzte lud er sich seine letzte Munition in seinen Bolter, die noch vom letzten Einsatz dampfte….Sicherheit nur für eine Stunde…ohne Energie für die Lasergewehre und den letzten beiden ballistischen Waffen müssten sie beim nächsten Vorfall in den Nahkampf gehen. Assichten, die selbst einen eingefleischten Ganger die Laune für den noch kommenden Tag versauen konnten.
Doch sicher war bereits eines; der missglückte Plan, hier unbemerkt den Hive zu durchqueren ohne jegliche Aufmerksamkeit auf sich zu richten. Nun hatten sie sich ungewollt selbst zum Auftragsziel einer unbekannten und sehr einflussreichen Person entwickelt. Wer würde ihnen wohl noch zukünftig über den Weg laufen?
Fortsetzung folgt…^
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